Chihuahuas – temperamentvolle Leichtgewichte

Chihuahua

Chihuahuas sind die kleinste Hunderasse der Welt. Ihr Name leitet sich von der gleichnamigen Provinz in Mexiko ab. Mit dem zunehmendem Tourismus im 19. Jahrhundert kamen sie vermehrt in die USA und nach Europa und kuscheln, spielen und wedeln sich seitdem in die Herzen ihrer Halter. Der Chihuahua ist im Wesen anhänglich und verspielt, liebt aber auch das Abenteuer. Ein Chihuahua wiegt zwischen 1,5 und 3 kg und kann bis zu 20 Jahre alt werden. Kennzeichnend sind die großen Augen und spitzen Ohren. Die Chihuahua-Farben variieren von hellbeige über braun bis schwarz und sie können langes oder kurzes Fell haben. Die typische Chihuahua-Größe beträgt ca. 15-25 cm. Häufig als reines Schoßhündchen verschrien, überzeugt der Chihuahua auch beim Agilitytraining und ist sehr gut als Wachhund geeignet.

Chihuahua an der Leine

Welches Umfeld verlangt die Hunderasse Chihuahua?

Chihuahuas sind zwar klein und leicht, verfügen aber über sehr viel Energie und Lebensfreude, die sie ausleben müssen. Bitte tragen Sie Ihren Chihuahua keineswegs nur in der Tasche umher, sondern gönnen Sie ihm seinen Auslauf. Sie können Ihren Liebling mitnehmen auf kurze Spaziergänge, bei denen Sie ihn an der Leine führen sollten. Wie jeder andere Hund liebt der Chihuahua die geistige Forderung. Daher eignet sich das Tier bestens für Hundetraining jeglicher Art und man sollte der Chihuahua-Erziehung einige Aufmerksamkeit widmen. Der Chihuahua ist grundsätzlich sehr umgänglich, dennoch eignet er sich eher für Familien mit Kindern ab 10 Jahren. Jüngere Kinder könnten das Tier aufgrund ihres natürlichen Ungeschicks gefährden, wenn sie beispielsweise aus Versehen drauftreten.

Wie kann man das Wesen der Hunderasse Chihuahua beschreiben?

Chihuahuas sind witzige, unterhaltsame und schlaue Hunde. Sie stehen gern im Mittelpunkt und genießen die Aufmerksamkeit ihres Halters. Sie möchten Teil der Familie sein und verhalten sich gegenüber weiteren kleinen Hunden im häuslichen Umfeld freundlich. Die Tiere sind eher reserviert im Umgang mit Fremden. Wenn sich ein fremder Mensch „seinem“ Eigentum nähert, fletscht der Chihuahua die Zähne oder beginnt zu bellen.

Worauf ist beim Jungtierkauf zu achten?

Das oft negative Image des Hundes rührt leider von der Zucht. Wenn bei der Chihuahua-Zucht zwei Tiere mit schlechtem Charakter zusammengeführt werden, wirkt sich dies negativ auf den Nachkommen aus. Daher ist es wichtig, einen erfahrenen Chihuahua-Züchter aufzusuchen.
Einige Züchter haben sich auf die Zucht von Chihuahua-Mischlingen spezialisiert. Bei einem solchen Chihuahua-Mix werden die Eigenschaften zweier Rassen vereint. Besonders beliebt sind die Mischungen mehrerer kleiner Hunderassen. Der Chihuahua ist vom Charakter her ein treues Tier, und viele Züchter machen sich die positiven Chihuahua-Eigenschaften zu Nutze. Ein Chihuahua-Mischling ist überaus beliebt.
Wenn Sie einen Chihuahua-Welpen angeschafft haben, empfiehlt es sich, direkt mit der Erziehung und der Pflege anzufangen. Wer bereits früh mit dem Jungtier die Zahnpflege übt, hat es leichter, als wenn damit erst begonnen wird, wenn der Chihuahua ausgewachsen ist.

Wie hoch ist die finanzielle Belastung durch Nahrung, Tierarzt, Versicherung und Ausstattung bei Chihuahua?

Zur Grundausstattung für einen Chihuahua gehören Näpfe, ein Transportkorb, Spielzeug, eine Leine sowie ein Halsband. Für die Fellpflege empfiehlt sich zudem eine Bürste. Darüber hinaus darf man die Kosten für Hundefutter und für Tierarztbesuche nicht vergessen. Auch hier gibt es große Unterschiede. Besonderes Chihuahua-Futter benötigen die Tiere nur, wenn sie Unverträglichkeiten haben. Dann ist das Futter entsprechend teurer. Junge, gesunde Tiere müssen regelmäßig geimpft werden, während ältere Tiere anfälliger sind für Krankheiten. Bei älteren Tieren kann man über eine Haustierversicherung nachdenken.
Weitere Informationen zu Kosten bei Hunde- und Tierhaltung allgemein finden Sie auf unserer Seite.

Was liebt die Hunderasse Chihuahua, was überhaupt nicht?

Chihuahuas genießen die Aufmerksamkeit ihrer Halter und freuen sich über jegliche Art von Training. Sie sind offen für Neues und verspielt. Sie mögen die Gesellschaft von Menschen oder anderen kleinen Hunden, sind jedoch nicht gern allein. Sollte das Tier kein Unterfell besitzen, friert es bei niedrigen Temperaturen schnell. Sture Charaktere kann man dann kaum noch zum Gassigehen überreden. Ein Hundemantel kann hier Abhilfe schaffen, für alle Fälle sollte man eine Hundetoilette besitzen.

Wie viel Zeit sollte ich dem Tier täglich mindestens widmen?

Chihuahuas sind gesellige Tiere, die beschäftigt werden möchten. Auch wenn sich der Aufwand für die Chihuahua-Pflege in Grenzen hält, benötigen sie Auslauf und das Fell muss regelmäßig gebürstet werden. Auch die Krallen sollten gepflegt werden sowie die Ohren und Zähne gereinigt werden. Das Tier braucht viel Liebe und Aufmerksamkeit und lässt sich mit einem Vollzeitjob schwer vereinbaren, da das stundenlange Alleinsein sein Herz brechen würde.

Was sind typische Erkrankungen bei Chihuahuas?

Typische Chihuahua-Krankheiten gibt es nicht, die Tiere sind anfälliger für Verletzungen als für Krankheiten. Das hängt mit ihrer Körpergröße und der geringen Masse zusammen. Sie können sich außerdem an winzigen Objekten verschlucken, daher ist auf große Sauberkeit im Haus zu achten. Im zunehmenden Alter können ein schlechter Zahnstatus sowie besonders bei übergewichtigen Tieren Gelenkbeschwerden auftreten.

Chihuahua – beschrieben in drei Worten?

Lustig, mutig, klug

Fazit

Chihuahuas sind vielseitige Tiere, die Ihnen viel Freude bereiten können. Sie sind robust, jedoch sollte man sie vor äußeren Einflüssen schützen. Die langlebigen Hunde werden Sie bei vielen Aktivitäten begleiten und sind Ihnen treu für die Dauer ihres Lebens. Wenn Sie weitere Informationen zu Hunde- und Tierhaltung allgemein suchen, oder sich über weitere Rassen informieren möchten, stöbern Sie gern auf unserer Seite.

© Mikkel Bigandt, V&B-Photography – stock.adobe.com

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